Über die Ästhetik der Barrierefreiheit
Dauer: 3 Stunden mit Pausen
Sprache: Das Gespräch wird auf Englisch geführt
Konzeptautor und Seminarleiter: Saša Asentić
Das Seminar untersucht, wie Barrierefreiheitsinstrumente als künstlerische Methoden wirken können, mit Fokus auf Saša Asentićs Ansatz zur sogenannten Ästhetik der Barrierefreiheit. Die Teilnehmer:innen werden mit seinem kollaborativen kreativen Prozess vertraut gemacht, der auf den Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen basiert und Barrierefreiheit als grundlegende Bedingung betrachtet, die die Ästhetik eines Kunstwerks prägt und den Kern künstlerischer Schöpfung bildet. Dadurch werden traditionelle dramaturgische Ansätze hinterfragt und zur Reflexion über Praktiken angeregt, die von normativen Rahmen befreit sind und Behinderung im Bereich der darstellenden Künste oft ausschließen.
Asentić wird Fragen behandeln wie: Wie kann visuelle Zugänglichkeit gleichzeitig den choreografischen Ausdruck erweitern und seine Übertragung in andere Medien ermöglichen? Welche dramaturgischen Effekte haben Sprachübersetzungen und das Konzept der Crip-Zeit im Tanz? Wie werden die Poetik der Gebärdensprache und Performativität im Tanz umgesetzt? Und welchen Einfluss haben Untertitel auf die narrative Struktur und Ausdruckskraft des Tanzes?
Zu den Veranstaltungen im Rahmen der Konferenz Cripping Performance II gehören auch die Performances Pas Moi und Dis Lecture on Something Very Special.
In Zusammenarbeit mit Maska Ljubljana.