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Nafta

Nafta ist ein performativer Mosaik, das Vortragsformate, dokumentarisches Theater, Klanginstallation und Manifest miteinander verbindet. Die Inszenierung untersucht die verflochtenen Welten des Datenkapitalismus, der Erdölförderung und radikaler kollektiver Aktionen. In zwei Teilen, Anthropozän und Pyrozän, schöpft sie aus einem umfangreichen Archiv, in dem sich die Stimmen des subversiven Podcasts (O.I.L.) mit den Leben und Arbeiten der Mitglieder des Künstlerkollektivs R.Mutt verweben.

Öl ist ein Produkt geologischer Zufälligkeit. Kein Zufall ist jedoch, dass es zugleich die Geschichte eines mit der Ölindustrie verbundenen Dokumentarfilmers, einer vom Krieg zerrissenen russischen Neurologin, einer wohlhabenden polnischen Anarchistin, die ihre Vergangenheit abgelegt hat, eines deutschen Musikers, der seine eigene Musik fortlaufend löscht, und einer dänischen Künstlerin ist, deren Performance unbeabsichtigt den Aufstieg tatsächlicher Extremisten ermöglicht.

Öl ist eine Geschichte über Zufluchtsorte am Ende der Welt, über Utopie in einer Zeit, die scheinbar keine Alternativen zulässt. Eine autonome Zone in einer Welt, die brennt und in sich selbst zusammenbricht.

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