1974
Wir danken Neda R. Bric, Daša Doberšek, Linn Julian Koletnik, Jan Krmelj, Voranc Mandić und Draga Potočnjak.
1974 veröffentlicht Marko Brecelj das legendäre Cocktail, Jugoslawien besiegt Zaire im Fußball mit 9:0 (was beinahe zu einem diplomatischen Skandal führt), der japanische Feldwebel Hiroo Onoda erfährt nach dreißig Jahren Versteck auf den Philippinen, dass der Zweite Weltkrieg beendet ist, Muhammad Ali besiegt Foreman und holt sich den Boxweltmeistertitel zurück, ABBA gewinnt den Eurovision Song Contest, die türkische Armee besetzt mehr als ein Drittel Zyperns und legt eine bis heute bestehende Teilung fest, ein Expresszug entgleist auf der Strecke von Belgrad nach Zagreb, wobei 153 Menschen sterben, und die Nelkenrevolution beendet die faschistische Diktatur in Portugal…
Die Inszenierung 1974 ist eine transgenerationale dokumentarische Fiktion, die auf den persönlichen Geschichten der Mitwirkenden basiert. Erzählungen aus den 1970er-Jahren wachsen aus damaligen Wohnräumen heraus und verbinden sich mit zahlreichen lokalen und globalen Ereignissen. Die Inszenierung zeichnet ein Netz von Lebensgeschichten nach, das sich durch die Zeit spannt und von Reisen und Migration geprägt ist. Vor allem aber handelt sie vom Theater selbst.