Waldstraßen, Fahrwege, Wanderwege, Lehrpfade und Radrouten durchziehen das Pohorje. Klären Sie vor dem Aufbruch, welchen Markierungen Sie folgen und für wen der Weg gedacht ist. Markierungen helfen bei der Orientierung, sagen aber nichts über die Schwierigkeit aus. Wählen Sie die Route nach Länge, Höhenunterschied, Gelände, Erfahrung und aktuellen Bedingungen. Bleiben Sie auf dem markierten Weg.
Warum Sie auf markierten Wegen bleiben sollten
Markierte Wege führen Wanderer und Radfahrer auf einer geprüften Route und verringern das Risiko, auf steiles Gelände, in Holzschlaggebiete, auf Privatgrundstücke oder auf Wege für andere Nutzergruppen zu geraten. Auf dem Pohorje schützt das Bleiben auf dem Weg außerdem empfindliche Moore, Waldböden und Lebensräume. Abkürzungen können Erosion verursachen und Wanderer auf unpassierbare oder gefährliche Abschnitte führen.
Unterscheiden Sie zwischen einer Richtungsmarkierung und einer Schwierigkeitsbewertung. Auch ein gut markierter Weg kann lang, steil, schlammig oder nach Regen rutschig sein. Prüfen Sie vor dem Aufbruch immer die Routenbeschreibung, das Höhenprofil, die voraussichtliche Geh- oder Fahrzeit sowie Hinweise auf Sperrungen oder Umleitungen.
Wandermarkierungen richtig lesen
Die Knafelc-Markierung
Die häufigste Markierung slowenischer Bergwanderwege ist die Knafelc-Markierung: ein weißer Punkt mit einem roten Ring. Sie befindet sich an Bäumen, Felsen oder anderen gut sichtbaren Stellen. An Weggabelungen ergänzen Wanderwegweiser mit Zielangabe und ungefährer Gehzeit die Markierung. Wenn Sie längere Zeit keine Markierung sehen, kehren Sie zur letzten sicher erkannten Markierung zurück und prüfen Sie die Richtung erneut.
Was eine Markierung mit der Zahl 1 bedeutet
Eine Knafelc-Markierung mit der Zahl 1 kennzeichnet die Slovenska planinska pot (Slowenischer Bergwanderweg). Die Zahl 1 steht weder für einen Schwierigkeitsgrad noch für den ersten von mehreren lokalen Wegen. Sie zeigt, dass Sie auf Sloweniens ältestem Fernwanderweg durch die Berge unterwegs sind. Er beginnt in Maribor und führt über das Pohorje weiter in andere slowenische Bergregionen und zur Adria. Der erste Abschnitt in Maribor führt von der Streliška cesta in Richtung Mariborsko Pohorje.
Weitere Markierungen auf dem Pohorje
Im weiteren Gebiet des Pohorje können Sie auch der rot-gelben Markierung des Europäischen Fernwanderwegs E6 begegnen. Lokale Lehr- oder Themenwege können eigene Symbole haben. Die Rozkina gozdna učna pot (Rozka-Waldlehrpfad) ist beispielsweise mit einer Fichte und einer gelb-blauen Markierung auf einem weißen Rechteck beziehungsweise einem gelb-blauen Zeichen gekennzeichnet. Folgen Sie an Kreuzungen deshalb nicht automatisch jeder farbigen Markierung, sondern prüfen Sie Wegname, Ziel und Richtung.
Was tun, wenn die Markierungen fehlen?
Bleiben Sie stehen und gehen Sie nicht weiter auf einem unbekannten Weg.
Kehren Sie zur letzten Markierung oder zum letzten Wegweiser zurück, an dem Sie sich der Richtung sicher waren.
Prüfen Sie eine Wanderkarte, den gespeicherten GPX-Track oder eine Offline-Karte.
Nehmen Sie keine Abkürzungen durch Wälder, über Skipisten, Moore oder steile Hänge.
Wenn Sie sich verirrt haben, verletzt oder in Gefahr sind, wählen Sie 112 und geben Sie Ihren Standort möglichst genau an.
Radwegschilder sind keine Wandermarkierungen
Radfahrer sollten der Radwegbeschilderung und den für Fahrräder vorgesehenen Routen folgen. Eine Knafelc-Markierung allein bedeutet nicht, dass Radfahren auf dem Weg erlaubt ist oder der Weg dafür geeignet ist. Passen Sie auf Waldstraßen und gemeinsam genutzten Wegen Ihre Geschwindigkeit an, machen Sie rechtzeitig auf sich aufmerksam und geben Sie langsameren sowie besonders schutzbedürftigen Besuchern Vorrang. Nutzen Sie Bikepark-Strecken nur in der ausgeschilderten Richtung und entsprechend Ihrem Können.
So ist der Drauradweg ausgeschildert
Der slowenische Abschnitt des Drauradwegs ist mit roten Richtungsschildern und dem einheitlichen Logo des Drauradwegs gekennzeichnet. In Österreich sind die Schilder grün, in Kroatien blau. Das gemeinsame Logo hilft Radfahrern, auch über die Grenze hinweg derselben internationalen Route zu folgen. Achten Sie an Weggabelungen auf den Pfeil und die weitere Fahrtrichtung. Nehmen Sie zusätzlich zur Beschilderung eine Karte oder einen gespeicherten GPX-Track mit.
Eine ausgeschilderte Radroute ist nicht unbedingt durchgehend baulich vom motorisierten Verkehr getrennt. Der slowenische Abschnitt des Drauradwegs verläuft auf ausgebauten Radwegen und weniger befahrenen lokalen Straßen. Gelände und Anstiege unterscheiden sich je nach Etappe. Prüfen Sie vor der Fahrt Hinweise auf Umleitungen und wählen Sie ein Fahrrad, das zum Gelände passt.
Vorschläge für Familien
Rozkina gozdna učna pot (Rozka-Waldlehrpfad)
Der Rundlehrpfad beginnt an der Bergstation der Pohorska vzpenjača (Pohorje-Seilbahn) und führt an der Kirche St. Bolfenk vorbei. Er ist etwa 2,8 Kilometer lang, weist einen Höhenunterschied von 169 Metern auf und ist als leicht eingestuft. Ohne längere Pausen benötigen Sie ungefähr eine Stunde. Die Lehrstationen machen ihn für einen Familienausflug geeignet. Dennoch sollten Kinder auch auf einem leichten Weg passende Schuhe tragen und bei den Erwachsenen bleiben.
Trikotna jasa
Vom Fuß des Pohorje führen mehrere leichte Zugänge zur Trikotna jasa. Je nach Ausgangspunkt sind sie etwa 0,9 bis 2,2 Kilometer pro Richtung lang. Alle Varianten enthalten einen Anstieg. Wählen Sie daher diejenige, die zum Alter der Kinder, zur Kondition und zu den Bedingungen vor Ort passt.
Radausflug an der Drau
Familien sollten einen kürzeren Abschnitt mit ausgebauter Radinfrastruktur wählen und auf demselben Weg zum Ausgangspunkt zurückkehren. Für ältere Kinder und regelmäßige Radfahrer kann ein Teil der Etappe Maribor–Ptuj interessant sein. Die gesamte Variante Via Starše ist 30 Kilometer lang und hat wenige Anstiege, umfasst jedoch unterschiedliche Geländearten. Prüfen Sie deshalb vor dem Start die Route, die Verkehrssituation und die Fähigkeiten aller Teilnehmenden.
Das sollten Sie vor dem Aufbruch prüfen
Schwierigkeitsgrad, Länge, Höhenunterschied und Gelände;
Wettervorhersage und aktuellen Zustand der Wege;
Öffnungszeiten von Seilbahnen, Hütten und Verleihstationen sowie Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme;
Akkustand des Smartphones und Zugriff auf eine Offline-Karte;
ob alle Wanderer passende Schuhe beziehungsweise alle Radfahrer einen Helm und ein technisch einwandfreies Fahrrad haben.
Zu einer guten Vorbereitung gehören mehr als die passende Ausrüstung und eine sorgfältige Routenplanung. Auch eine geeignete Versicherung kann zu Ihrer Absicherung beitragen. Bei Unfällen und Verletzungen beim Sport oder anderen Freizeitaktivitäten kann die Generali Unfallversicherung finanziellen Schutz bieten.