Ein Haustier der Unternehmerfamilie Scherbaum wurde zur Stadtberühmtheit und Teil der Umgangssprache.

Mariborer Geschichten: Scherbaums Affe erzählt von einem ungewöhnlichen Haustier einer bedeutenden Mariborer Unternehmerfamilie. Karl Scherbaum, geboren 1818, entwickelte aus einer kleinen Bäckerei ein erfolgreiches Unternehmen mit Mühlen und weiteren Betrieben. Im Jahr 1883 führte er in seiner Dampfmühle am Schlossplatz elektrische Beleuchtung mit 36 Glühlampen ein und trug damit zur Modernisierung der Stadt bei.

Trotz der wirtschaftlichen Erfolge blieb den Mariborern besonders der Affe Marko in Erinnerung. Karls Sohn Gustav hatte ihn als Hochzeitsgeschenk erhalten. Marko lebte in einem Käfig im Familienhof im Bereich des heutigen Leon-Štukelj-Platzes. Vor allem Kinder kamen, um ihn zu sehen und zu füttern. Seine Bekanntheit war so groß, dass Zeitungen im Januar 1935 sogar über seinen Tod berichteten.

Markos Geschichte blieb in einer lokalen Redewendung erhalten. Wer sich übermütig oder ungewöhnlich benahm, wurde mit Scherbaums Affen verglichen. Heute gehört die Erzählung zur Reihe Mariborer Geschichten, die anhand kleiner Begebenheiten und besonderer Stadtbewohner Einblicke in Maribors Vergangenheit gibt.

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