Die Geschichte von Antonia Weiss erinnert an die Turmwächter, die Maribor vor Bränden warnten.

Mariborer Geschichten: Wem schlägt die Stunde? erzählt vom Leben der Stadtwächter im Glockenturm des Doms St. Johannes der Täufer am Slomšek-Platz. Im Jahr 1325 entstand neben der Kirche ein Wachturm, von dem aus man die Umgebung beobachten und vor Angriffen warnen konnte. Fast zwei Jahrhunderte später wurden Glocken eingebaut. Danach diente der Turm zunehmend als Feuerwachturm.

Zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert erlebte Maribor elf große Brände. Die Wächter beobachteten die Stadt und warnten die Bevölkerung bei Gefahr. Im Jahr 1792 wurde der Turm umgebaut und erhielt einen Balkon sowie eine kleine Wohnung für den Wächter. Das Leben über den Dächern war damit Teil des städtischen Brandschutzes.

1924 übernahm Antonia Weiss als letzte Turmwächterin den Dienst. Zuvor hatte sie ihren Schwiegervater mehrfach vertreten. Als die Stelle 1933 abgeschafft wurde, gewährte ihr der Stadtrat finanzielle Unterstützung, da ihr noch Dienstzeit für die Pension fehlte. Heute erinnert die Ausstellung Wächterstube im Turm an diese besondere Stadtgeschichte.

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